Liedermacherlehren am Sonntag

Natürlich rege ich mich darüber auf, dass die NSA täglich Millionen Gesichter aus dem Internet und anderen Quellen sammelt und auswertet. Die Kategorisierung biometrischer Daten dürfte einer der größten Gefahren für unsere Freizügigkeit sein – man denke nur an den theoretisch möglichen Abgleich von privaten Fotos mit offiziellen Dokumenten, Reisepässen oder Visa z. B.

Aber heute will ich mich nicht ärgern. Lieber teile ich ein Lied aus meiner Jugendzeit. „Wir werden alle überwacht“ war damals schon uralt, doch habe ich damals Georg Danzer Mitte der Neunziger als einen der großen Liedermacher kennen und lieben gelernt. Einige Jahre zuvor hatte ich schon Konstantin Wecker für mich entdeckt, den ich bis heute auch aus musikalischer Sicht tief bewundere. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich nicht ausschließen, dass die beiden offensiv linken Künstler vielleicht Einfluss darauf gehabt habes, dass ich nun ein kritisches, politisches Blog betreibe.

So bezeichne ich es mal als Lehrsatz, dass, wenn man sich so sehr gegen Missstände auflehnt, ein bisschen Ironie nicht schadet (oder ist das ein Allgemeinplatz?)
Wie Georg Danzer 1979 mit „Wir werden alle überwacht“ (also zu Zeiten der RAF) gezeigt hat.

Desweiteren darf ich noch einen visuellen Kalauer loswerden, den ich mir auf Facebook geleistet habe:

- - Nicht mal Konserven vor der #nsa sicher - - Geheimdienst dringt in Tomatendose ein #tomatoleaks - -

– – Nicht mal Konserven vor der #nsa sicher – – Geheimdienst dringt in Tomatendose ein #tomatoleaks – –

In diesem Sinne: Der PRISMaelit zieht jetzt aus. Nach draußen in die Sonne.